Synopsis

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Souls of Zen – Buddhism, Ancestors, and the 2011 Tsunami in Japan

The documentary “Souls of Zen – Buddhism, Ancestors, and the 2011 Tsunami in Japan” presents perspectives on Buddhism as practiced by clergy, lay adherents, and families in Japan by drawing on ethnographic fieldwork on the daily life of Buddhist temples, monastic education, prayer practice, mortuary rituals, and Japan’s tradition of ancestor veneration in the wake of 3/11. From March to December 2011, Tim Graf and Jakob Montrasio filmed invaluable footage of the greatest religious mobilization in Japan´s postwar history. This film is the only documentary based on sustained attention to the everyday lives of Buddhist professionals in the disaster zone.

In an ethnographic journey from Tokyo to the hardest-hit prefectures (among other regions in Japan) Souls of Zen covers insights and opinions from scholars, clergy, and lay adherents with a focus on Soto Zen and Jodo Pure Land Buddhism. The filmmakers visited rural graveyards, urban temples, modern funeral halls, prayer monasteries, and public festivals to deliver a detailed account on Buddhism in the midst of Japan´s recovery from the triple disasters.

The unfamiliar institutional, doctrinal, and psychological challenges Buddhist clergy are facing in the wake of 3/11 form a focal point of the film. These challenges will be discussed in context of long-standing Buddhist traditions, ritual innovations, and religious responses to the March 11, 2011 disaster in Japan. The film intends to re-evaluate the complex role of Buddhism in a society struggling with the sudden impact of catastrophic disasters that exacerbate and otherwise alter continuing dilemmas occasioned by demographic change and religious pluralism.


Souls of Zen: Nach dem Tsunami – Buddhismus und Ahnengedenken in Japan 2011

Souls of Zen befasst sich mit dem Buddhismus im Wiederaufbau Japans nach der Dreifachkatastrophe. Das Erdbeben vom 11. März 2011 und der darauffolgende Tsunami nahmen fast 20.000 Menschen in Japan das Leben. Knapp 3.000 Menschen gelten noch immer als vermisst. Die Folgen der resultierenden Nuklearkatastrophe sind bis heute kaum abzusehen.

Dieser Film erörtert die Rolle des Buddhismus in der Betreuung von Trauernden und Opfern der Katastrophe und zeigt aus der Sicht buddhistischer Priester, mit welchen Herausforderungen Helfer und Betroffene im Nordosten des Landes auch heute noch konfrontiert werden. Souls of Zen dokumentiert den Alltag buddhistischer Tempel im Katastrophengebiet. Darüber hinaus gewährt der Film Einblicke in die Welt des Zen-Buddhismus. Buddhistische Reaktionen auf die Dreifachkatastrophe werden dabei in Bezug gebracht zur Tradition buddhistischen Ahnengedenkens in Japan sowie zur komplexen Rolle des Buddhismus in einer Gesellschaft, die sowohl von verheerenden Katastrophen gezeichnet ist als auch von demographischem Wandel, sich verändernden Familienstrukturen und einer zunehmenden religiösen Pluralität.

Ursprünglich wollten Filmemacher Tim Graf (Universität Heidelberg), Jakob Montrasio und Produzent Michael Zimmer (m&r Kreativ GmbH) mit Souls of Zen lediglich die visuelle Kultur des Zen-Buddhismus im heutigen Japan filmisch dokumentieren. Die Planung des Films war bereits in vollem Gang, als inmitten der Vorbereitungen die größte Katastrophe in der japanischen Geschichte über den Nordosten des Landes hereinbrach. Aus dem gemeinschaftlichen Filmprojekt über den Zen-Buddhismus entstand eine Dokumentation über die Rolle des Buddhismus in der Katastrophenhilfe, der Krisenbewältigung und der Trauerarbeit in Japan 2011. Weit über die Grenzen des Zen-Buddhismus hinausgehend, erörtert Souls of Zen die Rolle des Buddhismus im Umgang mit dem Tod und gibt Einblicke in den Glauben und das Handeln der Menschen an einem entscheidenden Wendepunkt.

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